Beiträge von Kerstin

    Ich hab da mal einen Laufbericht geschrieben. Nicht ganz kurz, aber es war auch ein reichlich langer Lauf:

    Sie sind gelaufen, meine zweiten 100 Meilen auf dem Mauerweg Berlin! Ich bin sie gelaufen! ... und auch gegangen. Inzwischen bekomme ich auch wieder zusammenhängende Sätze heraus, Gelegenheit für eine erste Nachlese. Und vor allem für ein großes Dankeschön an alle Unterstützer an der Strecke, die Helfer an den Verpflegungspunkten, viele Lauffreunde auf und an der Strecke, insbesondere meine Radbegleitung Jan durch die Nacht bis ans Ziel, der dabei selbst das Rad schiebend einen Ultra gelaufen ist, an Carsten, der mir am WP3 den Magen mit einer Brotsuppe gerettet hat, meine Kinder, die mir aus der Ferne die Daumen gedrückt haben. Ein großes, besonderes Dankeschön an meinen Liebsten, den ich schon mit meiner Laufanmeldung ins Wechselbad der Gefühle gestürzt habe, der aber immer an mich glaubt, sich nicht nur um das kulinarische Wohl vor und nach dem Lauf sorgt, der mit mir mitleidet und mein liebevolles Hinterland ist.


    Es war im Voraus schon klar, abgesehen von der Streckenlänge würde es kein einfacher Lauf durch die Hitze werden. Nach den letzten 100 Meilen 2018 habe ich mich in den Tagen vor dem diesjährigen Mauerweglauf mehr ausgeruht, auf Schlaf geachtet, hab eine Radbegleitung durch die Nacht eingeplant, Schuhe unterwegs gewechselt... Sonst das, was auch sonst für Ultraläufe gilt.
    Ich hatte ein Maximalziel: die 100 Meilen in 24h zu schaffen. Vor allem aber wollte ich jenseits von Zeiten gesund, mit guten Erlebnissen, wenn es geht mit einem Lächeln am Ziel ankommen!
    Ich habe in der Nacht vor dem Lauf kaum ein Auge zubekommen. Um drei Uhr klingelte auch schon der Wecker. Gegen 5 Uhr gut "aufgewärmt" am Erika-Hess-Stadion angekommen, traf ich viele bekannte Gesichter: Mechthild, Andreas, Franz, Alex, Carsten, Kathrin und einige andere von der LG Ultralauf, Lena von meiner Berliner Laufgruppe FH Runners, von der LG Mauerweg... 6 Uhr der Startschuss. Ich lief gut, noch nahezu leichtfüßig los! Der erste Marathon etwa im 7:30er/km-Schnitt, es war warm, aber die Sonne brannte nicht vom Himmel. An den Verpflegungspunkten Wasser nachgefüllt und Wasser oder Wasser-Cola-Mix getrunken, alle 2h eine Salztablette dazu, eine Melonenscheibe gegriffen, Stirnband und Gesicht aufgefrischt, Riegel, Salzstangen bissenweise reingequält. Immer noch guter Dinge!


    Etwa bei km 26 hatte mich Maik von unserer Zweierstaffel der FH Runners ein- und im Nu überholt. Sie sollten zusammen mit Enrico im spannenden Wettkampf die Zweierstaffel gewinnen, mit nur 5 Minuten Vorsprung!


    Beeindruckend und Innehalten nach km 49 an der Gedenkstele für Ulrich Steinhauer (1956 – 1980). Neben der Stele war eine Tafel aufgestellt, an der die Läufer Worte des Gedenkens, Wünsche anbrachten: Ruhe in Frieden! Niemals vergessen! Für eine Welt in Frieden ohne Grenzen!

    Es ist durchaus nicht selbstverständlich, diesen Lauf zu laufen. In vielerlei Hinsicht! Es bleibt viel Zeit für Gedanken... Irgendwann später in der Nacht ging nur eines durch den Kopf: Weiter gehen! Wenn es irgendwie geht – laufen, denn anders komm ich nicht an. Und ankommen will ich!

    Wie sagte Patricia von der LG Nord am VP 10, km 54: „Der Rest läuft sich auch noch runter!“ Ewig zog sich der Abschnitt zum VP13 am Schloss Sacrow, hügelan. Ein Läufer meinte: „Ich wusste gar nicht, dass Berlin so viele Hügel hat!“ Nun zumindest das Umland. 73 km waren geschafft, noch nicht ganz die Hälfte. Bereits nach 16 Uhr war es heiß geworden! Dankeschön an Yvonne, sie füllte mein Wasser auf, ein Helfer brachte mir den Wechselbeutel mit Leuchtweste, leichter Stirnlampe schon für die Nacht! Ich nahm noch Haferbabybrei aus dem dropbag für den weiteren Weg. Es wollte nichts mehr in den Magen, zur Flüssigkeit konnte ich mich noch überreden. Unbedingt Wasser über Kopf und ins Gesicht zum Runterkühlen des Körpers.


    Kurzer Austausch mit Kathrin, Alex, Franz ... Wir trafen uns immer wieder unterwegs. Weiter lief es, aber schon deutlich langsamer als geplant. Ab einem bestimmten Tempo gab der Magen Bremssignale. Vorerst lenkte die schöne Potsdamer Umgebung gut ab. Spaziergänger fragten, was wir hier so laufen. Halbmarathon? Als ich antwortete: 100 Meilen! Erntete ich unfassbare Blicke und die Gegenfrage: Und wieviel sind es nun wirklich?


    Mit meiner Radbegleitung Jan hatte ich mich für den Wechselpunkt 3/ VP18, bei km 105 verabredet. Auf dem Sportplatz Teltow dachte ich, noch im Hellen anzukommen. Aber es wurde nun deutlich später, auf die Uhr schaute ich nicht so oft, achtete mehr darauf, wie es mir geht.

    Jan war mir schon nach Potsdam entgegen gekommen, noch vor dem Königsweg und musste nun noch ein paar km mehr absolvieren.


    Am VP 17 (km 99) zogen wir Warnweste an und Stirnlampe auf. Nach 22 Uhr erreichten wir den Sportplatz Teltow, bis hierhin waren wir reichlich 16 Stunden unterwegs. Inzwischen als Trio, Franz hatte sich Jan und mir angeschlossen.

    Wir wollten ankommen, unbedingt!


    Dazu musste ich erst einmal meinen Magen erleichtern, was so leicht gar nicht war! Carsten hat mir einen Becher verdünnte Brühe, darin Brot eingeweicht gebracht. Nicht mehr zu mir nehmen! Erst einmal zur Beruhigung! Zumindest lief, vielmehr ging es damit weiter. Ich hatte auch die Schuhe gewechselt, präventiv. Das erwies sich als eine gute Entscheidung, die Füße blieben nahezu blasenfrei.

    Ab jetzt sind die Erinnerungen nur noch bruchstückhaft, wahrscheinlich auch nicht chronologisch geordnet: Tolle Verpflegung bei Ninas Eltern am VP 20, 118 km. Schade, dass ich kaum etwas davon probieren konnte. Aber wir waren ja auch nicht zum Buffet angetreten! Irgendwo haben wir uns leicht verlaufen, die Pfeile aber schnell vermisst und wieder gefunden. Unterwegs rührte mir an einem VP eine gute Fee einen Haferbrei an, andernorts Kräutertee, kein Obst mehr, Wasser, auch von Jan unterwegs angeboten. Kartoffeln, Babybrei ließ ich sein. Salzstangen und ein Stückchen Riegel...Vom kürzlichen Mauerwegnachtlauf hatte ich die Waldstolperstücke noch in Erinnerung. Konzentration war gefragt, ab und an schien der Boden aus Watte zu sein, zu schwanken oder waren es doch die Beine?! Wach bleiben! Die Nacht brachte keine Erfrischung. Die Abstände zwischen den VPs 20 bis 22 von 7/ 8km zogen sich ... Ich sah in der Ferne schon ganz deutlich den VP, der sich dann doch als Fata Morgana erwies... Jan scherzte: Du sehnst den nächsten VP herbei, aber nimmst doch kaum etwas zu Dir! Aber so war wieder ein Abschnitt geschafft! Ich sah merkwürdige Bilder, aber dann doch wieder den Vollmond am Himmel, der uns den weg erhellte. Augen wieder auf!


    Dann eine ewig lange Gerade, hinter dem Lärmschutz an der Autobahn, Richtung Treptow. Es wurde hell. Wir liefen ein paar Schritte, gingen dann wieder mehr. Hanny, Radbegleitung der zweiten Zweierstaffel von den FH Runners, erreichte uns und bald auch Marco, der die Staffel ins Ziel brachte. Die Zweierstaffeln mussten bis zehn Uhr schon im Stadion sein! Auch ich wollte irgendwann ankommen. Da hilft nur: Jeden Schritt, wo es ging, laufen!


    Franz ging es besser und so konnte er etwas zulegen, ich verlor ihn aus den Augen. Die Umgebung wurde immer bekannter. VP 24 (km 145) am Dammweg, schließlich liefen wir über die Oberbaumbrücke in meinen Stadtbezirk Friedrichshain, selbst die Partygänger waren kaum noch unterwegs. VP 25, den vorletzten VP an der East Side Gallery, passierten wir um Dreiviertel acht. Nur noch 10,5 km! Der Morgen ging in den Tag über, die Sonne strahlte mit voller Kraft und ich sehnte mich voraus ins Ziel. Ich brauchte dafür aber noch zähe 1h:45!!! Immerhin hin und wieder im Laufschritt. Durch das Brandenburger Tor, am Reichstag und Hbf vorbei. Ich traf wieder auf Kathrin und Alex, die noch eine Verschnaufpause einlegten, ... und kurz vor dem Ziel trafen wir mit Jan auch Franz wieder. Ein Bogen hier, eine Kurve da – und schließlich liefen wir ins Erika-Hess-Eisstadion. Sylvia umarmte ihren Franz am Ziel, ich hörte Kerstin-Rufe... Unfassbar ich hatte es ein zweites Mal geschafft! Nach 27h:30Min.:18Sek. lief ich durch den Zielbogen! Auch Marco hatte einige Minuten vor mir die Zweierstaffel sicher im Zeitlimit ins Ziel gebracht.


    Nochmal großes Dankeschön an Jan! Viele Glückwünsche kamen von allen Seiten, tauschten wir aus! Erste Eindrücke ebenso! Schattenplätze waren rar, ganz zu schweigen vom Eis im Eisstadion.

    Ich wollte endlich nach Hause, Schatten, Kühlung... um noch rechtzeitig vor der Siegerehrung und Medaillenvergabe unter die Dusche zu kommen. Da erwartete mich mein Liebster auch mit Espresso und Waffeltorte. Vorerst noch leichte Kost ... Medaillenvergabe für alle Einzelfinisher, unweit vom Alexanderplatz. Es läuft immer noch alles wie ein Film in meinem Kopf ab. Ich konnte mich zwar noch gut auf den Beinen halten, nur die Augen fielen mir immer wieder zu. Erholung! Ausschlafen! Und ... nun sind auch die Laufeindrücke festgehalten.


    15.August 2022

    Ich hab seit langem mal wieder einen Laufbericht geschrieben. Hier ist er:


    LAUFBERICHT STUBAI ULTRATRAIL K68

    2. Juli 2022

    Dankeschön allen für das Daumendrücken. Es war ein wunderbares Lauferlebnis in den Stubaier Alpen. Ich konnte soviel positive Energie tanken, obwohl der Lauf doch jede Menge Energie, Kraft und Nerven gekostet hat. In der Ergebnisliste bin ich nur bis zum letzten Verpflegungspunkt VP 9 zu finden, Dresdener Hütte, auf 2300 m Höhe, nach 4040 m im Anstieg, 2300 m bergab. Statt 62 km hatte ich hier bereits 68 km hinter mir. Ein Verlaufer auf dem ersten Streckenabschnitt war die Ursache.

    Der Start war 1 Uhr nachts in Innsbruck. Als wir aus der Stadt raus waren, wurde die Sicht für mich schwierig, die Luftfeuchte mit Brille und nicht der stärksten Lampe forderten volle Konzentration. Ich hatte Nachtläufe trainiert und wusste, dass das mit meinen Augen nicht einfach werden würde. Vor mir war ein Läufer, ich lief hinterher, nur auf den Weg vor den Füßen schauend. Erst nach einiger Zeit wurde klar, wir hatten uns verlaufen. 6 km Umweg und wertvolle Zeit verloren, die am Ende fehlen sollte!

    Wieder auf der Strecke schob ich den Ärger sofort beiseite. Ich wollte weiterlaufen, wenn auch am Ende des Feldes. Ich bin gestartet, nicht einer Platzierung wegen. Ich wollte ein schönes Berglauferlebnis haben, sehen, ob ich nach vier Jahren fernab der Berge und in meiner Altersgruppe solch ein Laufabenteuer noch bewältigen kann. Ich lief nach dem VP1 allein weiter durch die Nacht, von Markierung zu Markierung. Nach dem VP2 bei km 18 waren 700 Hm gelaufen, die fielen auf der Strecke nicht so ins Gewicht. Nun kam die erste Bergaufpassage zur Schlicker Alm auf 1600 m Höhe. Es wurde hell, die Felsen leuchteten im Morgenrot. Wunderschön! Am VP3 wurde ich herzlich empfangen, hinter mir waren die Abbau- und Besenläufer. Ich lag eine Stunde unter dem Zeitlimit. Das hörte sich gut an, ich ahnte, dass es am Ende knapp werden könnte. Aber ich wollte laufen, soweit ich kommen würde. Aufgeben kam mir nicht in den Sinn. Schon gar nicht bei der einzigartigen Landschaft: Ganze Wolkenteppiche stiegen nach oben in den strahlendblauen Himmel, gegen die Sonne glänzten die Bergwiesen im Tautröpfchensilber, die Blütenpracht dazu. Ich war sehr sehr froh, dies erleben zu können. Ein großes Glück, den Moment im Hier und Jetzt genießen zu können! Und was für ein Privileg!

    So trugen mich die Füße gut bergan über das Sennjoch auf einem Gratweg mit herrlichem Blick bis zum Gletscher, dann hinab zum VP4 an der Starkenburger Hütte auf 2 237 Hm. Ich füllte wie überall 1l Wasser nach, trank reichlich, dazu eine Salztablette, Melone. An fester Nahrung wollte nichts so recht in den Magen. Aber ich hatte schon 7h hinter mir und noch reichlich vor mir. Ein paar Gel hatte ich einstecken, auf die musste ich auch zurückgreifen.

    Nun folgten 80 Min., 1200 Hm bergab auf 5 km, nach Neustift, zum Teil aufgeweicht durch den Regen am Vortag. Ich kam dennoch gut voran, überholte noch einen Läufer, der dann wohl aufgab. Ich lag von meiner Planung her gut im Rennen, wäre da nicht der Verlaufer ... Hätte hätte...


    Etwa 9:45 Uhr war am VP5 in Neustift Kilometer 35 erreicht. Ich hatte allerding schon einen knappen Marathon in den Beinen. Inzwischen waren die K32-Läufer hier gestartet. Und es wurde wärmer und heiß, die Sonne brannte. Der nächste Abschnitt zum VP6 am Volderauhof verlief aber noch zu Teilen im Schatten, im Tal. Ich konnte hier gut laufen, kam voran. Am VP6 wurde ich mit viel Hallo begrüßt. Die Mädels vom Orga-Team feuerten mich auch unterwegs immer gut an. Ich konnte den Tag dennoch genießen!


    Getränke aufgefüllt, Kopfbedeckung nass gemacht und weiter! Von hier führte die Strecke steil nach oben, vorbei an einer Alm, auf teilweise matschigen Trails. Aber was für ein Blick auf den Gletscher! Aus der Ferne deutlich schöner anzusehen als aus der Nähe. Der VP7 lag an der Falbesoner Nockalm auf 1660 hm. Inzwischen waren knapp 3 000 Hm bergan in reichlich zehn Stunden geschafft. Der Weg dahin zog sich, aber ich hatte meine Kräfte gut eingeschätzt, die geplanten zwei Stunden hab ich gebraucht.


    Am VP hab ich reichlich mit Wasser gestreckte Cola getrunken, nochmal einen Liter aufgefüllt und vor allem etwas „Ordentliches" gegessen. Es gab Kartoffeln mit Salz!


    Zum VP8, der Talstation der Gletscherbahn am Mutterberg sind es 10 km. Zunächst ein endloser Bergabstieg, weiter unten und am Bach entlang war der Weg wieder laufbar. Zwischendurch kreuzten wir Wasserfälle und liefen den WildeWasserWeg vorbei an Kühen, Ziegen, am Grawafall. Viel Zeit zum Erfrischen blieb nicht. Den Wasserfall hatten wir schon vor zwei Tagen erlaufen.


    Ich bekam die Information, dass ich eine reale Chance habe, die Talstation der Gletscherbahn im Zeitlimit zu erreichen. D.h. ich konnte dann immerhin bis zum VP9, zur Dresdener Hütte laufen. Ich lief jedes Stück, was möglich war und war tatsächlich unter viel Beifall 16:15 Uhr am Mutterberg angelangt. Hier kullerten schließlich einige (Freuden)Tränchen über so viele „Fans", Zuspruch und dazu, noch eine Etappe weiter zu kommen auf die Dresdener Hütte. Bis dahin waren es nur 3,5 km, aber 550 Hm. Dies in anderthalb Stunden bis zum Cut off zu schaffen erschien mir unwahrscheinlich. Aber bis da hoch wollte ich noch kommen! Wasser aufgefüllt, einen Haferfruchtbrei aus dem hierher geschickten Dropbag geholt und weiter ... höher!


    Ich versuchte nicht zu oft nach oben zu schauen, die Hütte schien noch weit entfernt. Ich schaffte bergan das Tempo einigermaßen gleichmäßig zu halten. Woher ich die Kraft nahm, weiß ich selbst nicht. Die Mädels vom Orga-Team fragten, ob ich bis nach ganz oben laufen wolle. Naja, erst einmal muss ich den nächsten VP erreichen, wenn es ginge – JA! Zwanzig Minuten hatte ich noch für 280 Hm, ich stiefelte weiter die Serpentinen bergan, so zügig es ging. Das letzte Stück "gerannt". Eine Minute vor dem Ablauf des Zeitlimits, tatsächlich in anderthalb Stunden geschafft. Es war 17:45 Uhr. Ich füllte die Trinkflaschen auf, trank, erfrischte mich ... Und gleichzeitig begann es im Kopf zu arbeiten. Ich kann natürlich weiter laufen, aber für die letzten 4 km und 600 Hm, über Stein und Schneefelder würden die 70 Minuten nicht reichen, auch wenn ich mich noch gut fühlte. Zwei Stunden hatte ich veranschlagt... Ja, hätte, hätte, wäre da nicht der Verlaufer gewesen. Gemeinsam mit meinen Begleiterinnen traf ich die Entscheidung, hier aufzuhören. Guten Mutes, froh, heil und gesund über den Großteil der Strecke gekommen zu sein. Da nützt auch nichts, wenn 68 km geschafft waren. Natürlich war ich erschöpft und gern wäre ich bis zum Ziel gekommen! Keine Frage! Aber ich war, bin dennoch soooo froh dazu, es so gut bis dahin geschafft zu haben.


    Ich konnte mit der Bahn noch zum Ziel am Eisgrat auf 2960 m Höhe fahren, das Gelände kannte ich von früheren Wanderungen. Es war hier grau, steinig, der Gletscher sah traurig aus. Oben begrüßten mich Max, Vera, Enrico, Anja, Marco, Martin ... Sie hatten die 66km bzw. 32 km bis hier hoch geschafft, sich schon etwas Sorgen gemacht. Bravo! Es war eine wunderbare Laufreise! Dankeschön an Maik, die Laufplanung hat gestimmt! Und Küsse an meinen Liebsten, für Kraftspenden und den Glauben an mich aus der Ferne!


    FAZIT:


    -> Es war noch nicht der letzte Berglauf! Vielleicht auch noch einmal im Stubaital, wer weiß?!


    -> Laufe nicht fremden Männern nach, zumindest wenn unklar ist, ob sie den Weg kennen! ;-)


    -> Ich fühle mich nach dem nachgeholten Nachtschlaf gut, die Beine, Geist und Körper sind fit.




    Für solche Läufe, auch gerade in der Nacht brauche ich eine bessere Stirnlampe und eine Laufuhr, die mir das Verlassen der Strecke signalisiert.

    Guten Morgen in die Runde und allen einen nichtverkaterten Wochenstart! Dankeschön auch hier noch einmal an Hanny, an alle Helfer und Unterstützer! Und ich kann mich Nikolaus nur anschließen: Wir sind eine versierte Laufgemeinschaft! Und auch angewachsenen! Das ist schön! Ich werde mich bemühen, den Lauftreff wieder stärker zu nutzen und mich auch wieder an das zügige Tempo heranzutrainieren.
    Auch wenn ich auf solch mangelhafte Laufvorbereitung nicht stolz bin, seit dem Ostermarathon habe ich nur noch wenige Läufe und davon noch weniger über 1h gemacht, bin ich um so zufriedener mit dem Ankommen - ohne Hammer, Krämpfe und ab dem einsetzenden Dauerregen ohne Blick auf die Uhr. Überhaupt mit wenig Sicht, bin dann ohne Brille und damit recht eingeschränktem Sehfeld gelaufen. Beim Loslaufen sah ich am Straßenrand ein Plakat, sinngemäß: Wollen ist schön, es zu tun ist schöner! Also, ich bin froh, es gemacht zu haben! Glückwünsche an alle! Und gute Erholung! Bis bald! Kerstin

    Überlege auch bis zum 15.2.
    Im Moment kann ich keine richtigen Pläne machen. Leipzig würde mich auch reizen,
    war ich auch lange nicht mehr!

    Ich komme auch!


    Asche auf mein Haupt! Habe das Forum vernachlässigt. Gelobe Besserung!
    Daher hab ich auch völlig die Abstimmung vergessen.
    Freue mich auf den 15. ! Vielen Dank für all die Orga!!!

    Inzwischen sind ein paar Tage seit dem Zieleinlauf vergangen, ich hab meine Eindrücke vom Lauf, mit Vor- und Nachbereitung zu einem Bericht mit ein paar Fotos zusammengestellt. Um technischen Problemen aus dem Weg zu gehen, schick ich hier den link zur Seite der LG Ultralauf, wo der Bericht mit einigen Fotos eingestellt ist:


    https://www.lg-ultralauf.de/ne…erer-teilnehmerinnen.html


    Ich werde mich ab übermorgen hüttenwandernd in den Alpen regenerieren, und dann schauen wir mal, was die nächsten Herausforderungen sein werden.


    Allen Mauerwegläufern und Begleitern eine gute Erholung!
    Und allen FH Runners einen schönen Restsommer, ob mit Lauf oder Laufpause!


    Kerstin

    Da kann ich mich Christoph nur anschließen. Ich komme erst am 25.11. spät aus Valencia zurück, daher 24.11. Pepe Nero geht bei mir leider nicht,
    26.11. 9:00 uhr am Lauftreff - das bekomme ich hin. Kerstin

    hab nicht ganz aufmerksam gelesen, erst jetzt die Einplanung für die Staffel gesehen. Ich muss den Staffelplatz zur Verfügungstellen.
    Das stimmt - ich will starten, die ganze Strecke, so ist jedenfalls der Plan ...

    Manches mache ich ohnehin - da hab ich mich bestärkt gefühlt. Manches braucht sicher mehr Übung...
    Auf jeden Fall hat ich keinerlei Motivationsprobleme - hätte mir das jemand bei 24h auf 2km-Runde gesagt - ich hätte es nie geglaubt.
    Wo ich schon bei drei 5km-Plänterwaldrunden mitunter unlustig war.
    Auch Gedanken - was für einen Blödsinn ich hier grad mache, kamen nicht auf und das, obwohl dafür ausreichend Zeit gewesen wäre. ;-))


    Hier und da war das Reinlesen spannend, Wissen über Aktivität von Hirnarealen aufgefrischt, Gehirn ermüdet vor der lokalen Muskulatur - auch deshalb entscheidet der Kopf so viel mit.
    Nebenbei wurden auch extreme Extremläufe vorgestellt:
    Jungle Ultra am Amazonas, es geht auch näher - STUNT100 sogar hierzulande.


    2h nach Ende war Siegerehrung, 5h später etwa saß ich im Zug, die Rückreise gab nicht viel Zeit zum Schlafen ...
    habe wohl mehr vor- als nachgeschlafen ... immerhin, hab mir Montagmorgen 2h später Arbeitsbeginn "genehmigt" ;-))